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Oberschule“Martin Andersen Nexö”
An den Anlagen 19
09405 Zschopau
Telefon:03725 44976-0
Fax:03725 44976-19
E-Mail:sekretariat@man-schule.de
Wir lernen Schnitzen und Klöppeln
"Traditionelles Kunsthandwerk im Erzgebirge,
Schnitzen und Klöppeln
Schülerverein
Oberschule "Martin Andersen Nexö" Zschopau
(in Gründung)
Ziel des Vereins:
Der Schülerverein ist ein Projekt der MAN-Schule
Zschopau in Verbindung mit der Stadt Zschopau
und bemüht sich um die Erhaltung und Vermittlung
erzgebirgischer Traditionen an die Schüler.
Der Schülerverein bietet folgende Leistungen an:
•
Erlernen des Schnitzens
•
Erlernen des Klöppeln
•
Einblicke in das kulturelle Erbe des Erzgebirges mit
seinen Traditionen
•
Kennenlernen des Vereinslebens
•
die Mitgliedschaft ist beitragsfrei
Die Veranstaltungen finden jeweils
donnerstags
Von 14.15 bis 17.00 Uhr
in der MAN Schule statt.
PS: Der Schülerverein ist auch für Schüler anderer
Schulen offen
Erste Schnitzerfolge
Sieger der Erzgebirgischen Jugendkulturtage
Erste Erfolge der Schnitzergruppe mit Herrn Zimmermann
Beim Schnitzen hat der Schülerverein der Oberschule
"Martin A. Nexö" Zschopau mit seiner Gruppenarbeit
"Wurzelkapelle" den ersten Preis erhalten.
Arbeitsgemeinschaften gab es an der
Zschopauer Martin-Andersen-Nexö
Oberschule schon viele. Jetzt wurde ein
neues Projekt ins Leben gerufen, das den
Kindern viel mehr als nur Kunsthandwerk
vermitteln soll. Es geht auch darum, später
einmal Verantwortung zu übernehmen.
VON ANDREAS BAUER
ZSCHOPAU - In Vereinen bekommen
gerade junge Menschen nach Einschätzung
von Sybille Höfer oft den Eindruck, als
laufe alles von allein. „Was im Hintergrund
für Arbeit notwendig ist, wissen viele gar nicht“, sagt die Leiterin der
Zschopauer Martin-Andersen-Nexö-Oberschule, die deshalb die
Initiative ergriffen hat. Um Strukturen und Aufgaben kennen zu lernen,
hat sie die Gründung eines Schülervereins ins Rollen gebracht, durch
den Mädchen und Jungen Erfahrungen auf diesem Bereich sammeln
sollen, um später eventuell selbst Verantwortung in einem echten Verein
zu übernehmen.Ganz nebenbei lernen sie dabei viel über traditionelles
Kunsthandwerk im Erzgebirge, denn diesem Thema hat sich der neue
Verein verschrieben. Warum sich donnerstags von 14bis 17 Uhr derzeit
alles um Schnitzerei und bald womöglich auch ums Klöppeln dreht,
erklärt die Sybille Höfer so: „Alles spielt sich in der Freizeit ab. Um das
Vorhaben losgelöst von der Schule umsetzen zu können, brauchte es also
einen Projektbetreuer.“
Den fand sie mit Ullrich Zimmermann. Und weil der 71- jährige
Grießbacher nun mal seit seiner Kindheit gerne schnitzt, kümmert sich
der neue Schülerverein um diese erzgebirgische Tradition. Sieben
Schüler aus der fünften und sechsten Klassenstufe hat Zimmermann für
dieses Hobby schon begeistern können. Mit Beginn des neuen
Schuljahres kommen womöglich noch einige neue Fünftklässler dazu.
Dann soll das Vereinsleben so richtig an Fahrt aufnehmen. „Noch
befinden wir uns ja in der Gründungsphase“, so der Projektbetreuer.
Obwohl der Vorstand erst nach den Sommerferien gewählt wird, haben
die Kinder schon jetzt einiges über Vereinsstrukturen gelernt. Dass jeder
von seinem Mitspracherecht Gebrauch machen und sich einbringen
kann, zeigt sich immer dann, wenn neue Pläne erstellt werden.
Schließlich wird nicht einfach so drauf losgeschnitzt, wie Zimmermann
betont. „Es gibt Vorgaben und Arbeitsmappen“, sagt der
Ingenieurpädagoge für Elektrotechnik, der natürlich viele Hinweise gibt.
Doch kreativ werden, diskutieren und entscheiden sollen die Schüler
selbst.
Die Aufgabe, als Schülervertreter alle wichtigen Dokumente zu
unterschreiben, ist dabei Joel Müller vorbehalten.
Schon unter so manche Anmeldung für Veranstaltungen hat der 13-
Jährige seinen Namen gesetzt. Schließlich gibt es bereits einiges zu
präsentieren. Aktuell arbeiten sechs Jungen
und ein Mädchen zwar individuell an ihren eigenen Werkstücken, doch
auch ein Gemeinschaftsprojekt haben die Mitglieder schon umgesetzt.
Dabei handelt es sich um eine
Wurzelkapelle, deren Musiker auf Wurzeln sitzend Flöte, Saxophon,
Gitarre, Kontrabass und Akkordeon spielen. Nicht fehlen darf der
Dirigent in diesem Ensemble, das die jungen Schnitzer während eines
Workshops in den Winterferien zum Leben erweckten. Zu sehen war es
bei den Schnitzertagen in Annaberg, bei denen der Erzgebirgsverein auf
den Schülerverein und ihr Projekt aufmerksam wurde. Es folgte die
Einladung zu den 27. Erzgebirgischen Jugendkulturtagen, bei denen die
jungen Zschopauer in der Kategorie Gruppenarbeit den ersten Platz
bejubeln durften. Wegen des Sieges müssen die Schüler nun auf ihre
Wurzelkapelle verzichten, die acht Wochen lang in Schneeberg
ausgestellt ist. Darüber ärgert sich freilich niemand. Denn einerseits ist
das Kunswerk bald zurück und wird einen festen Platz im Schulfoyer
finden. Und andererseits warten ohnehin schon neue Aufgaben. Die
Planungen für ein neues Gemeinschaftsprojekt laufen, natürlich genau
dokumentiert. Außerdem soll der Schülerverein noch in diesem Jahr um
eine andere Sektion erweitert werden. Nicht umsonst wird im Namen
„Traditionelles Kunsthandwerk im Erzgebirge“ neben dem Schnitzen
auch das Klöppeln explizit erwähnt. „Wir suchen dafür eine
Klöppellehrerin“, sagt Ullrich Zimmermann, der aber schon jetzt einen
wichtigen Helfer an seiner Seite hat. Schließlich kann auch
Neuntklässler Kevin Frevert,
der bereits seit sechs Jahren schnitzt, viele Tipps geben. |anr
quelle: https://www.freiepresse.de/erzgebirge/zschopau/zschopauer-
schueler-schnitzen-sich-ihren-eigenen-verein-artikel12903616
Freie Presse Artikel vom 06.06.2023
01.07.2025 - Sieger Schnitzwettbewerb